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Symposium „Feldenkrais & Forschung III“ und Forschungswerkstatt II
 

Feldenkrais aus der Perspektive der Natur- oder der Sozialwissenschaften?

In mehreren Dimensionen über die Feldenkrais-Methode nachdenken

13. - 14. Februar 2013 | Aschaffenburg, Stadthalle am Schloss
Veranstaltet vom Förderverein für Feldenkrais und somatisches Lernen, e. V., München
 


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ein ziemlich berühmter Philosoph, Zeitgenosse des 20. Jahrhunderts, übte sich einst mit folgendem Statement in Kollegenschelte: „Wenn jemand einmal eine Theorie akzeptiert, führt er erbitterte Nachhutgefechte gegen die Tatsachen.“ – Und was tun wir? Wollen wir nicht „die Tatsachen“ unserer Feldenkrais-Erfahrung gegen allzu viel beschwerende Theorie verteidigen?

Im Vorfeld der kommenden FVD-Jahrestagung ermöglicht der Förderverein für Feldenkrais und somatisches Lernen e. V., namentlich durch die beiden Vorstandskollegen Claus-Jürgen Kocka und Herbert Hollesch, nun bereits zum dritten Mal die Durchführung eines hochkarätig besetzten Symposiums im engen Zusammenhang mit einer weiteren Forschungswerkstatt. In Aschaffenburg widmen wir uns vom 13. bis 14. Februar 2013 der Frage, ob es sinnvoller wäre, die Feldenkrais- Methode aus der Perspektive der Geistes- und Sozialwissenschaften, die die Sichtweise des lernenden Subjekts einnehmen, zu betrachten oder die Perspektive der modernen Naturwissenschaften zu übernehmen, die größtenteils der objektiven Sichtweise verpflichtet ist und in der die lernende Person als Objekt fungiert? Oder sollten wir die Wissenschaften überhaupt vom Platz verweisen und uns unserer Praxis („der Tatsachen“) mit poetischen Umschreibungen und Zitaten aus Feldenkrais ́ verstreuten Schriften versichern?

Wir erwarten diverse Vorträge von namenhaften Forschern und eine spannende Diskussion, bei der wir mitnichten ein Autodafé d e r Wissenschaft bezwecken. Wir erwarten darüber hinaus, dass alle Teilnehmer mit neuen Erkenntnissen und frischen Denkanstößen nach Hause gehen. Wir lernen, auf eine neue Art zu schauen, deren vielfältige Blickrichtungen nicht miteinander streiten müssen, sondern einander mit unerwarteten Fragen bereichern. In der Folge ergreifen wir aktiver die Initiative, mithilfe der Feldenkrais-Methode das Verständnis von Wissenschaft um unseren reflektierten Beitrag zu erweitern. Im besten Falle kann es auch darum gehen, den Wissenschaftlern mit Feldenkrais eine Anwendungsmöglichkeit ihrer Arbeit vorzuführen, an die sie vorher nie gedacht hätten.

Um all diese spannenden Fragen miteinander zu diskutieren, lade ich euch als Moderatorin ganz herzlich nach Aschaffenburg ein! Bitte entnehmt weitere organisatorische Details der Website des Fördervereins. Links unter dem Menüpunkt „Zur Anmeldung“ könnt ihr euch auch ab sofort anmelden!

Herzlich, auch im Namen von Roger Russell

Cornelia Berens

(ach ja, das Zitat soll übrigens von Jean-Paul Sartre stammen) 

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