PRISMA – ein praktisch-theoretischer Forschungszugang

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Dokumentation Fachsymposium 2011

Dr. Barbara Pieper stellte beim Fachsymposium Feldenkrais und Forschung I in Berlin PRISMA vor, den von Daniel Clénin und ihr entwickelten praktisch-theoretischen Forschungszugang.

Dazu haben uns beide Referenten freundlicherweise zwei Dokumente zum Herunterladen bereitgestellt, die Sie am Ende dieses Beitrags nach dem Abstract finden
 

Barbara Pieper und Daniel Clénin,

PRISMA: ein praktisch-theoretischer Forschungszugang

ABSTRACT: Moshé Feldenkrais machte wissenschaftliche Konzepte über Bewegung praktisch erfahrbar. Er wollte Menschen befähigen, so handeln zu können wie sie es möchten und sie es sich gewünscht hatten. Diese leiborientierte Praxis eignet sich, in die Wissenschaft zurück zu wirken. Mit dem prismatischen Zugang beschreiten wir neue Wege wissenschaftlichen Vorgehens in der Verbindung von Theorie und Praxis, Kopf und Körper, Objektivität und Subjektivität. Wir entwickeln hierbei integrative wissenschaftliche Konzepte.

Den prismatischen Zugang entwickelten wir im Rahmen eines Projekts der „International Feldenkrais Federation Academy“ zur Qualitäts- und Kompetenzentwicklung des professionellen Feldes Feldenkrais. Wir orientierten uns hierbei an Erleben und Erfahrungen der Feldenkrais Practitioner. Deren (oft eher implizites) Wissen von Kompetenz und Qualität galt es, entlang ihrer Praxis „hervorzuholen“ und gleichwohl verallgemeinerte Aussagen zu gewinnen – zum Beispiel Qualitätskriterien beruflicher Praxis. Der prismatische Zugang lässt sich für andere professionelle Felder und auch für Wissenschaft und Forschung nutzen. Beim prismatischen Zugang erleben Wissenschaftler/innen, dass und wie sie sich beim Forschen wahrnehmen und verstehen. Sie beginnen ihr leibbezogenes Potential für ihren Forschungsprozess des Erkennens von Zusammenhängen einzusetzen und zwar in systematisierter und für andere nachvollziehbarer Weise. Wir beziehen in die Präsentation eine praktische Erfahrung ein: Die Teilnehmenden werden anhand eines Beispiels ausprobieren, wie sich ihre Wahrnehmung interaktiven Geschehens „prismatisch“ auffächern lässt. Dazu wenden wir verschiedene Bezüge leiborientierter Selbst- und Fremdwahrnehmung an und eine über Jahre entwickelte Kurznotation; der Wahrnehmung zunächst Entgangenes wird bewusst und sprachlich fassbar für weitere Erkundungen in Praxis und Theorie.
 

Dokumente zum Weiterlesen:

LEITFADEN und PRISMA Forschungspraxis DOKUMENTATION