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Ausschreibung eines Forschungspreises

Ein wesentliches Ziel des Fördervereins ist es, Forschungsvorhaben zur Wirksamkeit körperorientierter Methoden zu unterstützen. Bis heute liegen nur wenige gut kontrollierte Studien vor. Solche Studien können zur Anerkennung und Weiterverbreitung körperorientierter Methoden, insbesondere der Feldenkrais-Methode, beitragen. Im Jahr 2006 hat der Förderverein erstmals einen Forschungspreis und einen Publikumspreis ausgeschrieben.

Mit dem 1. Forschungspreis zeichnete der Förderverein ein Projekt aus, das im Bereich der Krankenhauspflege angesiedelt ist. Ausgangspunkt ist die Hypothese, dass die Beschäftigung mit der Feldenkrais-Methode die professionelle Handlungskompetenz von Pflegekräften erweitert. Ein ausführlicher Bericht zu den außerordentlich ermutigenden Ergebnissen der Studie kann in der Mitgliederzeitschrift des Feldenkrais-Verbands Deutschland, Feldenkraisforum Ausgabe 62/2008, nachgelesen werden.

Ausgezeichnet wurden Bernhard Westermeier, freiberuflicher Feldenkrais-Pädagoge am Bezirksklinikum Regensburg, Neurologische Rehabilitation, sowie Lehrer für Pflegeberufe an der Berufsfachschule für Altenpflege Regensburg, und Hans Gruber, Professor für Pädagogik an der Universität Regensburg.


Den »Publikumspreis« erhielt ein Forschungsprojekt von Hanne Nuijen-Bodenstein in Zusammenarbeit mit der KIBIS Itzehoe (Kontakt, Information, Beratung im Selbsthilfebereich). Hanne Nujen-Bodenstein ist Feldenkrais-Lehrerin und KIBIS-Mitarbeiterin. KIBIS hat eine Selbsthilfegruppe für muskelerkrankte Menschen und Angehörige sowie eine Gruppe für Menschen, die an ALS (Amyothrophe Lateralsklerose) erkrankt sind, eingerichtet. Im Mittelpunkt des Projekts stand die Frage, ob sich für muskelerkrankte Personen die Lebensqualität verbessert, wenn sie sich regelmäßig nach der Feldenkrais-Methode bewegen. Auch bei dieser Studie konnte der positive Einfluss der Feldenkraisarbeit nachgewiesen werden.